Auschwitz-Gedenktag am 27.01.2009Am 27. Januar 1945 wurden die Überlebenden des KZ Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee befreit. Inzwischen weltweit wird der 27. Januar als Gedenktag an die Opfer des Holocaust begangen.
In Frankfurt a.M. laden erneut die christlichen Hochschulgemeinden zum Gedenken ein, das in diesem Jahr aus einem Weg mit drei Stationen besteht.
Startpunkt ist am 27.01.09 um 17 Uhr der „Bunker“ in der Friedberger Anlage 5 - 6.
An dieser Stelle stand einmal eine der größten und schönsten Synagogen Deutschlands. 1907 war sie eingeweiht worden. Am 10. November 1938 wurde der Sakralbau der Israelitischen Religionsgemeinschaft von den Nazis mit Feuer und Sprengstoff zerstört.
In den Jahren 1942 und 1943 ließen die Nazis auf den Fundamenten der Synagoge einen Luftschutzbunker errichten, der heute zu den Gedenkstätten an jüdisches Leben in Frankfurt a.M. zählt.
Der Frankfurter Stadthistoriker Björn Wissenbach wird durch die Ausstellung im „Bunker“ führen und „Einblicke in jüdisches Leben im Frankfurter Ostend vor dem Krieg“ geben. Teilnehmer sind gebeten, sich warm zu kleiden.
Es schließt sich ein geführter Gang durch das Ostend an, der den Spuren jüdischen Lebens folgt, auch anhand der „Stolpersteine“ im Straßenpflaster. Sie erinnern an jüdische Mitbürger, die an diesen Orten gewohnt haben, bis sie verschleppt und ermordet wurden.
Zielpunkt des Weges ist die Gedenkstätte Börneplatz.
Mit Worten, mit Schweigen und in Gesten endet das Gedenken 2009, zu dem die Evangelische Studierendengemeinde (ESG), die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) und das Friedrich-Dessauer-Haus (FDH) in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum einladen.
Für weitere Informationen siehe auch:
www.auschwitz.kircheamcampus.de
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